Mein Leben zwischen Mountain Dew & Peanut-Butter-Jelly-Sandwiches

Die erste Zeit in Arkansas

In den nächsten Tagen wird dann ein Post zu meinen ersten Tagen hier kommen, auch wenn ich schon 3 Wochen hier bin.

Naja fast. Der Blogbeitrag kommt ein Monat später, insgesamt bin ich nun schon 1 Monat und 3 Wochen hier. Und siehe da, ich lebe noch… Den Blogbeitrag möchte ich in 2 Teile unterteilen. Im Ersten werde ich über meine Erlebnisse erzählen, und was so hier abgeht. Im Zweiten möchte ich ein bisschen über die Differenzen zwischen Deutschland und den USA schreiben. Die Erlebnisse werden mit Illustrationen (die meisten von Snapchat, drum addet mich) verstärkt, die Differenzen werden in schlichte Textform niedergeschrieben. Glaube das Ganze könnte ein längerer Post werden, drum nehmt euch Zeit zum Lesen. Wenn der Beitrag euch gefällt, könnt ihr den Link an Freunde versenden, damit der Blog an Reichweite gewinnt. Würd´mich freun. haha.
bit.ly/einjahrusa


Kann man ja schnell mal in eine WhatsApp Gruppe posten, wird ja meistens genug gespamt…

Meine Erlebnisse in der ersten Zeit

Tennisteam

Ich habs ins Tennisteam der Schule geschafft. War keine große Kunst, da ich 5 Jahre in Deutschland schon gespielt habe. Das Training begann vor Schulbeginn, sodass ich schon Leute kennen lerne konnte, bevor ich in die Schule muss. Das half ungemein. Alles super chillige Leute. Achja, bin mit meinem Partner in Doppel bisher ungeschlagen.

Erster Schultag

War jetzt nicht so das Problem. Die Schule hat 1600 Schüler von Klasse 9-12. Alle nett, man lernt halt Leute kennen. Wenn man offen ist kann nichts schiefgehen. Klar kommt mal in dummer Spruch, wenn man ein Wort falsch ausspricht oder die Frage, ob man mit Hitler verwandt ist oder ihn mag. Kann man mit der Gegenfrage: „Can you speak a second language?“ oder mit „Are you realated to Trump?“ ganz einfach kontern. Danach hört man nie wieder nen blöden Kommentar (außer man ist ein Ginger).

Dragraces

Am 2. Wochenende hier haben wir einen Trip zu Dragraces gemacht. War ganz cool mal zu sehen, brauch ich aber kein zweites Mal. haha. War aber trotzdem ganz lustig.

Ayusa Orientation Meeting

Ein Ayusa Treffen. Man hört dasselbe, wie man es auf den VBT und den Tagen in NYC schon gehört hat. Regeln, was man alles nicht machen darf. War aber mal cool die anderen Austauschschüler kennenzulernen und mal wieder Deutsch zu sprechen.

Erdbeben

Ja es gab ein Erdbeben hier. Es war mein erstes. War nicht weiter schlimm, bin aufgewacht und hab erstmal gar nicht gerafft, was grade abgeht. Hab dann unter mein Bett geschaut um zu checken, dass keiner an mein Bett ruckelt oder mich prankt. Bin danach wieder eingeschlafen. War aufjedenfall ne Erfahrung.

Labour Day

Hatten nen schönen Abend mit der Familie im Park. Es wurde gegrillt, Volleyball gespielt, und geredet. Dann kam die Polizei. Während wir aßen, wurde ein Mädchen im Park ca. 100 – 200 m von uns vergewaltigt. Jap, vergewaltigt. Während wir aßen. Zeugen wurden gesucht, ein Mädchen von uns hat Schreie gehört. Mein Gastbruder hat das Mädchen weinend aus den Park rennen gesehen. Nach der Zeugenbefragung sind wir dann auch nach Hause gegangen. Da hatte keiner mehr Lust im Park zu bleiben.

Erstes Football game

War nice. Mehr lässt sich dazu nicht sagen. Der Schulzusammenhalt ist halt hier viel größer, darauf werde ich aber später noch eingehen.

Ayusa Float Trip

Ein Float Trip mit Ayusa. War nett, nur der Trip war way too long. Hatte nen dicken Sonnenbrand. War aufjedenfall witzig.

Radrennen

Ja, ich bin tatsächlich ein Radrennen gefahren. „Ride to Breathe – Cure Cystic Fibrosis“. Bei dem Event ging´s drum eine Fundation zu unterstützen, die sich mit zystischen Fibrose beschäftigt. Das Rennen gibt es seit 5 Jahren. Daniel Olennick hat das Rennen ins Leben gerufen. Er ist 31 Jahre alt. Diagnostiziert wurde die Krankheit als er 2 Jahre alt war. Die Lebenserwartung betrug 13 Jahre. Nun ist er 31. Und trotz der zystischen Lungenfibrose fährt er jedes Jahr das Rennen.
Das Rennen erstreckt sich von Siloam Springs zu Little Rock, der Hauptstadt von Arkansas. Die Distanz beträgt 230 Milen, besser gesagt 400km. Und das über 3 bzw. 4 Tage.
TAG 1
Die Sonne strahlt. Ich bin ein bisschen nervös am Start. 400km fahre ich nicht so oft mit dem Fahrrad, und das ganze ohne Training im Voraus. Von Bentonville nach Alma gings mit dem Bike, 81 Milen. Und es gab viele berge auf den Weg – vieeeele. Am Anfang ging mein erstes Rennrad erstmal broke, konnte nicht mehr schalten. 30 Milen ohne Gangschaltung kosten Energie. Fahrrad beim Stopp gewechselt. Hatte nun das Ersatzrad – ein Mountainbike. 100km mit ‘nem Mountainbike. Aua. Von der Kondition her war es kein großes Problem. Doch der Schmerz. Die Beine schmerzen bei jedem Berg. Nach 60 Milen erstmal ne Ibu 600 genommen – hat geholfen. Bin als letzter gefahren. Als Entschuldigung lässt sich das Mountainbike nennen. Ist hat dreimal so schwer wie die Rennräder der anderen. Tag 1 war ne Herausforderung, aber geschafft.

TAG 2
Sonne. So viel Sonne. Es war warm. Heiß. Nachdem die ersten Fahrer kapituliert haben, hab ich ein neues Fahrrad bekommen. Ein gutes Rennrad. Der Tag war zwar anstrengend aber machbar. Wieder 80 Milen.
TAG 3
Langsam hatte ich keine Lust mehr zu fahren. Es war der heißeste Tag. 97 Grad Fahrenheit. Aber keine Berge, ging schnell vorbei. Erste Erleichterung nach 70 weiteren Milen. Man wusste: Morgen sind’s nur 8 Milen bis zum Ziel.
TAG 4
Gute Stimmung. Auf zum Start und los geht’s. 8 Milen sind noch. 20 Minuten. Und dann war es zu ende. Stolz. Freude. #fürnengutenzweckwirdssichmalderarschaufgerissen.

Unterschiede zu Deutschland

Um meine american experience mal kurz zusammenzufassen: Es ist grundsätzlich so, wie man es aus Filmen kennt. Nun mal zu den Unterschieden in 3 Aspekten: Schulleben, Zwischenmenschliches und den Alltag. Natürlich beruhen die Differenzen auf meinen subjektiven Eindrücken, die ich hier gesammelt habe. Jeder Austauschschüler kann da was Anderes berichten. Selbst innerhalb Deutschland gibt es ja Differenzen. Man bedenke den Unterschied zwischen Bayern und Berlin in diesen 3 Aspekten. Aber nun genug dazu.

Schulleben

Ja, ist verschieden. Pauschal würd´ ich sagen hier ist es deutlich einfacher. Dazu hat die Schule auf die ich gehe Geld. Und zwar nicht gerade wenig. MacBooks als Computer und Laptops in jedem Klassenzimmer sind normal. Generell wird der Unterricht viel mehr technischer gestaltet, was mir gefällt. Quizes per Kahoot im Unterricht, Laptoparbeiten statt Stift und Papier. Du hast was nicht verstanden? Schau dir auf Google Classroom die Notizen vom Lehrer nochmal an. Und die Hausaufgaben? Die bekommst du per Remind-App aufs Handy geschickt. Verstehst was bei den Hausaufgaben nicht? Stell den Lehrer direkt ne Frage per Remind-App. Praktisch. Außerdem gibt es pro Tag eine „Encore Class“. Diese geht über eine halbe Stunde. Man kann sich per bei Lehrern anmelden (per Internet oder während der Stunde) und kann sich Dinge nochmal erklären lasse. Sprich man kann individuell pro Tag eine halbe Stunde Nachhilfe bekommen. Find ich super. Könnten sie in Deutschland auch einführen. Lunch gibt’s in der Cafeteria. Haben wir in Deutschland auch, das Essen schmeckt hier besser imo. Dazu hat man seine Sportaktivitäten in der Schule, wie ich z.B. im Tennisteam. Man hat Training nach der Schule meistens. Ist angenehm, fördert auch den Schulspirit. Man hat hier einfach viel mehr Classes zur Auswahl, die man belegen kann. Über Medicine, Sociology, Human Disorders, Filming Class, usw. Man kann im Prinzip alles in der Schule machen.
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass mir das Schulsystem hie deutlich besser gefällt als in Deutschland.

Zwischenmenschliches

Die Leute sind hier deutlich offener und freundlicher als in Deutschland. Fremden die Tür aufhalten ist normal. Bad Words darf man hier aber nicht so sagen, dass kommt gar nicht gut an. Der „Deutsche-Jugend-Slang“ sollte man sich abgewöhnen, bevor man herkommt.

Alltag

Größer, weiter, schneller. Und ungesünder. Damit lässt sich alles gut beschreiben. Verschwenderisch sind sie hier aufjedenfall. Das Essen ist viel süßer. Mittagessen? Pizza. Dinner? Jeden Abend Fastfood. Leider (geil). Ab und zu wünscht man sich tatsächlich mal was Gesundes. Das tägliche Tennistraining gleichts aber aus. Mittagsschlaf ist auch normal. „Nap Time“. Kirche gibt´s auch. War bisher 2-mal im Gottesdienst. Ist anders. Möchte aber noch ein paar Mal mehr hingehen, bevor ich ne Meinung dazu abgebe.

Ende

Soo geschafft! Danke fürs lesen. Mal schaun wann ihr wieder was von mir hört. Bei Fragen kann man mich gerne kontaktieren. -Mo

Welcome to New York

New York

Vorvorwort

EDIT: 28.08.16: Mein Laptop war alle und ich hatte natürlich nicht daran gedacht, dass es in den USA andere Stecker gibt als in Deutschland (hab mir jetzt den von meiner Gastmutter geliehen)… darum schreibe ich den Beitrag jetzt fertig. In den nächsten Tagen wird dann ein Post zu meinen ersten Tagen hier kommen, auch wenn ich schon 3 Wochen hier bin. Viel Spaß beim Lesen.

Vorwort

Mit den Blogtitel hab ich mich glatt selbst übertroffen. Sitze grade mit Hannes Mosch in der Lobby des Double Tree Hilton Airport Hotel zu 4.40 Uhr deutscher Zeit und schreib mal wieder übermüdet einen Blogbeitrag. Hier ists grad kurz vor elf Uhr. #Lifegoals. Hört sich zwar garnicht mal soo spät an, wenn man jedoch bedenkt, dass man in den letzten zwei Tagen 28 Stunden Sightseeing Programm hinter sich gebracht hat, dazu nen Jetlag hat und es im Hotel um 3 Uhr in der Nacht nen Feueralarm gibt, der alle Gäste aufweckt und in die Lobby zwingt, da irgendwer auf den Zimmer geraucht hat, ist es verständlich, dass man müde ist. Morgen geht´s dann um 4 Uhr aus den Federn um den Flieger nach Arkansas zu erreichen. Im ersten Teil des Blogposts werd´ ich ein bisschen über meine Eindrücke von NYC berichten.

New York

New York Panorama

Skyline von New York im Sonnenuntergang.

Was ein schönes Bild, oder?
Angekommen sind wir in Newark am 03.08.. Gemacht haben wir an den Tag auser Pool nix. Zimmer bezogen allerhöchstens noch. Man kann hier anmerken, dass die Amerikaner großen Wert auf die air condition legen: Draußen ist es angenehm warm, drinnen ist es Winter. Ungelogen. Dazu ist alles Wasser noch gechlort. Dann sind wir uns schlafen gelegt. Hätten wir da gewusst, was da noch auf uns zukommt, hätten wir bestimmt mehr geschlafen.

„Morgen 7.15 Uhr Frühstück.“

Da war im Prinzip der Tag schon kaputt. Das Frühstück war nicht das Beste aber ausreichend. Danach begann das Spektakel. Im Bus (natürlich auch mit air condition) ab nach NYC. Erste Haltestelle: Central Park.

Central Park bei Sonnenschein.

Central Park bei Sonnenschein.

Muss man jetzt nicht overhypen. War halt ein Park. Nagut, man kannte ein paar Orte aus so Trendserien wie „Friends„.
Danach gabs leckeren Wrap im Madison Square Garden zu essen. Mhhhhmmmm. War kein Bild wert. Davon gibts genug auf der Instagram Seite von AyUSA. Anschließend gabs nen Spaziergang über die Brooklyn Bridge.
Erwähnenswert ist noch der Ausblick vom Rockefeller Center, den man oben sehen kann.

Ende

Das wars jetzt mit den originalen Blogpost. Irgendwie will ich den auch nicht zu Ende schreiben, da ich sicherlich irgendwelche Sachen vergessen hab und der sonst unvollständig wäre. Das Video ist von ner Freundin gemacht, das fast NYC eig. ganz gut zusammen.

Das war´s. Danke für´s lesen.

Meine Gastfamilie in Arkansas

Meine Gastfamilie.

Sooooo, endlich hat das Warten ein Ende – ich weiss, wo ich hinkomme.
Tatsächlich hat sich eine Gastfamilie entschieden mich aufzunehmen, aus welchen Grund auch immer. Am 03.08. bin ich dann auch schon weg, also hab ich noch 32 Tage Zeit Deutschland zu genießen. Nicht mehr lange.

Siloam Springs, Arkansas

Siloam Springs, Arkansas

Ist natürlich nicht Los Angeles geworden, aber fast schon besser. Eine kleine Stadt mit 15.000 Einwohnern, namens Siloam Springs. Dort werde ich dementsprechend auf die Siloam Springs High School gehn. Sieht richtig nice aus. Die Schule bietet eine gut Auswahl an Fächern zum belegen an. Kaum zu glauben, dass ich sowas schreibe, aber ich freue mich richtig auf die Schule…

So nun mal zu dem, was die meisten Leser hier interessiert: Meine Gastfamilie

Gastfamilie

meine Gastfamilie

Alle sind super nett und freundlich. Verstehen tun sie mein grottiges Englisch auch, das bietet eine gute Grundlage der Kommunikation haha. Meine Gastbruder (endlich mal einen Bruder, statt 5 Schwestern)  ist 16 Jahre alt und wird mit mir in die selbe Jahrgangsstufe gehen, was ich mega chillig finde. So kenne ich schon mal wen in der Schule.
Meine Gastschwester ist zwölf, ist typischer Weise Cheerleader. Hab ich hier in Deutschland auch und es ist die meiste Zeit ganz schön.
Ich hab zwar nur knappe 2 Wochen Sommerferien, aber dafür fahren wir in meiner ersten Schulwoche nach Oklahoma City zu einem Street Race.

Ich bin richtig zufrieden mit meiner Gastfamilie und hoffentlich sie auch mit mir. Freue mich richtig auf meine Zeit in den USA und kann den Abflug schon gar nicht erwarten!

Ist ein verhältnismäßig kurzer Blogbeitrag geworden, wenn wer noch was wissen will, soll er mir privat schreiben. Auf Snapchat werde ich warscheinlich am aktivsten sein, während ich in den USA bin, drum lohnt es sich mich da zu adden. Den nächsten Beitrag werd ich im Flieger nach Amerika schreiben. Das war´s!

Vorbereitungsseminar: Live-Blogpost

Vorbereitungsseminar.

Köln. Wir sitzen grade kurz vor Mitternacht in der Jugendherberge zu 8. im Zimmer und hören Musik entspannt. Nachtruhe war um 22.00 Uhr und Frühstück gibt´s bis um 9 Uhr. Das wird wohl die größte Challenge hier. Und ich schlafe natürlich nicht, sondern sitze im Bett und schreibe den Blogpost…

Vorbereitungsseminar
(von links: Nicolas, Vincent, Bérénice, Gregor, Ann-Kathrin, Lea, Jonathan und ich)

Was eine wunderbare Einleitung, habe mich mal wieder selbst übertroffen. Die Anfahrt zum Vorbereitungsseminar ging schon – mitn Taxi zur Jugendherberge halt. Um 7 Uhr steh ich auf, um 9 Uhr steh ich vorm Eingang. Ich schreibe in die Whatsappgruppe wann es denn los geht. Als Antwort kommt:

„es geht um 11 los, um 10.30 ist check in“

Der Tag war gelaufen haha. Warum ich gedacht hätte das es um 9 Uhr losgeht, weiß ich nicht. Daraufhin habe ich die Zeit mit einem Spaziergang am Freittagmorgen neben dem Rhein vertrieben. „Musik an, Welt aus“ in der Richtung oder so. Hatte aber wirklich was tief philosophisches.

Also erhohlt vom Spaziergang zurückgekehrt, kamen auch schon die ersten anderen Austauschschüler. In der besagten Whatsappgruppe wurde geschrieben Vorbereitungstreffen seien „im kleinen Kreis“ und „persönlich“. Ein Witz als 59 andere Leute plötzlich neben dir im Foyer stehen. Grüppchenbildung und Smaltalk waren angesagt. Schneller als man gucken konnte saß man im Raum „Rotterdam“ und hatte den ersten Vortrag. Ich musste natürlich noch schnell was mit meinen Nachbar austauschen und wurde natürlich direkt ermahnt. Der erste Eindruck zählt ja schließlich… Ein bisschen übers Thema „Kulturschock“ (= Schock durch eine neue Kultur: Symptome: Müdigkeit, man zeiht sich zurück, Gegenmaßnahmen: sich ablenken, Sport treiben, sich aktiv integrieren) gelabert ,dazu gab´s ein Rollenspiel, was uns zeigen soll, das man erstmal Dinge nur beobachten soll und nicht direkt bewerten solle. Danach wurde die Gruppe gedrittelt und das erworbene Wissen vertieft, indem wir die Klischees von Deutschen aufschreiben sollen (stimmten natürlich nicht). War ganz interessant sogar, einige Aspekte waren gar nicht mal so unnötig wie Anfangs gedacht.

Danach gab´s das leckere Mittagessen. War essbar, aber nicht köstlich. Wobei man sagen muss, dass die Jugendherberge ansonsten spitze ist. Da hat Ayusa was Feines ausgewählt fürs Vorbereitungsseminar. Dann in der Freizeit 20 Minuten Basketball gespielt – geht immer klar.

Gruppenarbeiten waren weiter angesagt. Ohne weiter drauf einzugehen war die wichtige Message: Kommuniziere mit deinen Gasteltern bei Problemen und mach keinen Scheiss. (Fragen wurden auch beantwortet, aber da war nix wichtiges.) Kurze Verschnaufpause draußen mit irgendnem Spiel um Gruppendynamik aufkommen zu lassen, darum auch die ständigen Gruppenarbeiten. Funktioniert hat´s jedenfalls, sonst wären wir nicht immer noch auf dem Zimmer hier (1 Uhr am). Kurzes Spiel mit dem Leser: Rate wie wir die nächste Aufgabenstellung bearbeiten müssen! Kommentarfunktion zu benutzen ist erwünscht. (*vergeblicher Versuch um Interaktion auf den Blog zu bekommen haha*)
Ja eine Gruppenarbeit! Was ein Wunder. Die Qualität vom Blogbeitrag nimmt auch mit steigender Müdigkeit ab.
Back zum Thema: Wir sollten eine Situation nachspielen, die passieren kann, mit Lösungsvorschlag. (beispielsweise Anschlusszug verpasst, Gastgeschwister haben Probleme mit dir, etc) Das war ganz nützlich, ich hätte in manchen Situation anders reagiert-haha. Das Vorbereitungsseminar hat also seinen Zweck erfüllt – mich vorzubereiten.

Futtern war wieder angesagt und dann offiziell bis 22 Uhr Programm, was sich aber eher aufgelöst hat, da keiner Pitch Perfect 2 schauen wollte. Und jetzt bin ich hier. Was uns morgen erwartet ist uns unklar. Die Eltern bekommen ne Info und wir machen bestimmt Gruppenarbeiten.

Wenn ich wieder daheim bin les´ ich mir mal das hier mal durch und korrigiere noch ein paar Fehler und ergänze den Sonntagvormittag noch. Da wird mein Zukunfts-Ich richtig Spaß haben. Das wars jetzt vom Live-Bloggin´ ausm Vorbereitungsseminar. Der Beitrag ist sogar noch schlechter als mein Erster. Bis zum nächsten Post!

EDIT: Also grammatikalisch war der Text grottenschlecht, jetzt ist er „nur noch“ verbesserungswürdig. (Mein bester Satz war: „Danach die Gruppe wurde gedrittelt.“) Mit Schlafen sah´s auch mager aus. Wenn um halb 4 ne Gruppe in dein Zimmer rennt mit Handyblitzlicht und rumschreit: „It´s a prank“ ist man nicht very amused… Am Morgen gab´s keine Gruppenarbeit, sondern eher zusammen mit den Eltern eine Zusammenfassung des gestrigen Tages. Als Präsent gab´s ein Heftchen mit Information über das erlernte Wissen vom Vorbereitungsseminar und über die Kultur. Die wichtigsten Stichwörter für ein erfolgreiches Auslandsjahr sind also: INTEGRATION UND KOMMUNIKATION. Das war das Vorbereitungsseminar.

Wo bin ich hier gelandet?

Auf meinen Blog. Keine Ahnung wie man einen Blog schreibt, dazu noch ne Niete in Deutsch – der Blog wird was werden.

„Weil aller Anfang schwer ist, fangen viele erst gar nicht an.“

Das denk ich mir gerade auch, deswegen schreib ich den ersten Beitrag. Wie manch ein schlauer Leser durch den Blognamen mitbekommen hat, wird sich der Blog um mein Auslandsjahr handeln. Doch wer bin ich eigentlich?

Auslandsjahr USA
(aktuelles Foto aus dem Kunstkurs)

Das bin ich. Naja, die roten Haare sieht man nicht, drum schreib ich das lieber mal.
Machen wir´s doch, wie am ersten Schultag, wenn man sich einer neuen Klasse vorstellen muss:

Hallo. Ich bin Moritz, 16 Jahre alt, und wohne in Oberfranken. Meine Hobbys sind Basketball und Gitarre spielen. Mit Freunden unternehme ich auch gerne was. Außerdem mache ich ein Auslandsjahr.

Wer das bis hierhin noch liest, kann sich auch in den Kommentaren mal vorstellen. Das interessiert mich wirklich, wer bis jetzt noch nicht kopfschüttelnd den Browser verlassen hat.
Da du, lieber Leser, bestimmt etwas über mein Auslandsjahr erfahren willst, will ich dich nicht länger auf die Folter spannen.
Ich hatte sowohl bei YFU und Ayusa beworben, da mir die Organisationen am besten gefallen haben. Entschieden hab ich mich schlussendlich für Ayusa, da mir der Bewerbungsprozess und die Betreuung besser gefallen hat.

Ein bisschen was zum allgemeinen Bewerbungsprozess noch, wer das nicht lesen will kann´s überspringen:
Die main application ging an sich klar. Ein bisschen Arbeit ist das Beantworten der Fragen natürlich schon, aber für ein Auslandsjahr ist diese Arbeit wohl gerechtfertigt. Neben den normalen Kontaktdaten und Gutachten von Lehrern und einem ärztlichen Bericht werden persönliche Fragen gestellt und du musst einen Brief an deine host family schreiben. Klar kann man die Bewerbung gut klingen lassen, jedoch solltest du dir selbst treu bleiben, sonst wirst du im nächsten Schritt aussortiert.
Nachdem du ne Weile gewartet hast, bekommst du hoffentlich eine Bestätigung und wirst zum Auswahltreffen eingeladen. Dort triffst du dich mit andren Bewerben (alles sehr nice Dudes gewesen). Mit denen durfte ich dann in kleinen Gruppen zwei Präsentationen zu dem Themen my dream school & what makes us special erstellen und vorstellen. Kein Ding natürlich. Danach gibts ne Pause, wo wir als Gruppe in Frankfurt den Bahnhof gestürmt haben (allein für die Blicke der Leute lohnt sich so eine Bewerbung – halten einen für ne langweilige Schulklasse, wenn die nur wüssten, was jeder von uns vorhat). Am Nachmittag gabs einen Englisch Test. Ob es am bayrischen Schulsystem lag oder an meinen Sprachfähigkeiten ist egal, jedoch war dieser Test ziemlich leicht. Ich hab ihn unvorbereitet anscheinend bestanden. Tja. Wenn ich das schaffe, ist das für jedem möglich. Da ich als Erster abgegeben hatte (hatten noch Zeit zur Verfügung, aber ich war halt fertig), war ich prädestiniert zuerst ins 2-Augen-Gespräch zu starten. Zu meiner Verblüffung begrüßte mich die Mitarbeiterin nicht mit einem „Hallo“ sondern mit einem „Hello“. Darauf kam von mir die Frage: „Is it in english, isn´t it?!“. Die bejaht wurde. Mhmmmmm. Gibt bessere Situationen als plötzlich ein englisches Gespräch zu führen, wenns um dein Auslandsjahr geht. Habs aber dennoch gut geführt, würde ich mal behaupten. Die Mitarbeiterin mir gegenüber war freundlich, drum waren die Startschwierigkeiten schnell vergessen. Nach dem Gespräch hatte die Gruppe die Aufgabe eine Fernsehshow zu gestalten. Wir haben eine Quizshow geplant und ich hatte mit einer anderen Bewerberin die Rolle der Moderation (wurden von der Gruppe gewählt).
Danach wars das Ende des selection meetings.

Ein Resümee des Auswahltreffens:
Verstell dich nicht und sei du selbst. Und mach dir keine Sorgen wegen dem Englisch Test. Alle sind freundlich und du wirst sicherlich Spaß haben dort und haben das selbe Ziel wie du: ein Auslandsjahr.

Das ist nun das Ende des Blogposts. Ist doch garnicht mal so schlecht geworden oder?


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